Krottendorfer Straße 30 (Graz)

From Baugeschichte

Österreich » Steiermark » Graz » 8052

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47° 3' 13.00" N, 15° 23' 19.32" E


Sog. Zarenvilla, auch Villa Kuhn

Dreigeschossige Villa mit Türmchen. Der Name der in der baulichen Grundstruktur historistischen, im Dekor nach Entwurf des russischen Architekten Viktor Schechtelj (der auch den Jaroslawler Bahnhof in Moskau entworfen hatte) dem Jugendstil verhafteten Villa stammt von einem Mitglied der russischen Zarenfamilie als Miteigentümer. Das Haus gehörte um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert Witold Graf Ostrowski. Zwischen 1900 und 1906 verbrachte der russische Chemiker Dimitri Mendelejew hier die Sommermonate, wie eine Gedenktafel im Haus belegt.

Nachdem das im Zweiten Weltkrieg stark beschädigte Gebäude lange Zeit dem Verfall preisgegeben war, erwarb es vor einigen Jahren ein Nachfahre früherer Besitzer und begann es mit viel Engagement zu sanieren und ihm sein früheres Erscheinungsbild zurückzugeben. 1998 wurden unter anderem die ursprünglich vergoldeten Jugendstilmasken an den Fassaden restauriert, an denen falsch angewendete Bronzefarben zu einer Zermürbung der Substanz geführt hatten. (Aus: Bericht des Denkmalamtes, in ZHVSt 1998; Biographien)

Über das ursprüngliche Aussehen des Gebäudes gibt es unterschiedliche Meinungen. Ehemalige Bewohner betonen, es sei nicht dem Original entsprechend restauriert worden. Das beweisen kürzlich aufgetauchte Fotos aus 1993, die weder den Dachausbau noch den südöstlich angebauten Wintergarten zeigen. Wir wollen aber auch einige schöne Fotos aus dem Buch "Wetzelsdorf" von Annemarie Reiter für sich sprechen lassen.

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