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Josefigasse 17

Österreich » Steiermark » Graz » 8020

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47° 4' 27", 15° 25' 49"


"Schröckher-Haus"

Dieses dreigeschossige, dreiachsige Wohnhaus mit schlichter Fassadierung, Geschoss trennenden Gesimsbändern und hohem Satteldach wurde der Inschrifttafel für Dionys Schröckher nach, vermutlich um 1590 errichtet. Im Erdgeschoss und im Obergeschoss sind Tonnen- und Kreuzgratgewölbe aus der Erbauungszeit erhalten.

(Nach ÖKT 1984)

Dionys Schröckher, war Chirurg und städtischer „Magister sanitatis“ bis 1630. Für seine Verdienste wurde ihm ein lebenslängliches Gehalt von 150 fl. zugesprochen. Er veröffentlichte 1609 bei Widmanstetter eine erhaltene „Wahrhaftige und gründliche Beschreibung der Pestilenz“, in der er die Ansicht verfocht, die Pestbeulen entstünden unter Einwirkung der Planeten; die Autosuggestion fördere ihre Verbreitung. Ferner gabe er Anweisungen für die Inneneinrichtung eines Lazaretts …. Er brachte es zu ziemlichem Wohlstand.

(Nach: AGIS, Popelka)

Die Tafel besagt:

DIS HAVS HAT LASSE~ BAVEN DER EHRNVESTE VND FURNEMBE HER DIONIS SCHRÖCKHER BADER AVCH PVRGER WVNDT LEIB VND SCHNIDTARZT ZV GRATZ IST VOLLE~DT WORDE~ (Jahr ausgewischt, wahrscheinlich 1590).

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Wegen der geschichtlichen Bedeutung des Erbauers dieses kleinen Bürgerhauses aus der Renaissance und wegen der außerordentlichen Bedeutung der erhaltenen Inschriftstafel sollte das in der Altstadt-Schutzzone III liegende Haus unter Denkmalschutz gestellt werden.

references