Körösistraße 34

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47° 4' 49.41" N, 15° 25' 59.02" E


Alte Vorstadthäuser

Der bis vor kurzem noch vollständig bestehende Gebäudekomplex an der Ecke Körösistraße - Lange Gasse ist geprägt von den alten und eingeschossigen Vorstadthäusern, die - nach der Auflassung des kaiserlichen Tiergartens im 17. Jh. bzw. des Festungsvorgeländes im letzten Viertel des 18. Jhs. - allmählich hier entstanden sind. Zwischen 1785 und 1798 wurden die Häuser Körösistraße Nr. 6, 8, 10, 16, 24, 26, 28, 30, 32, 34 u. 36 erbaut, sie waren 1798 und 1803 der Gült Laimburg (auch Tiergartengült genannt; Gutshof war das Gasthaus „Wassertrinker“. Körösistraße 10) untertan. Hier lebten die Menschen, die in dieser gewerblich ausgerichteten Vorstadt Arbeit fanden, so in der denkmalgeschützten und vor einigen Jahren vorbildlich sanierten Papiermühle Kienreich (Körösistraße 38).

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Auch wenn sich die Gebäude in diesem "Grätzl" nicht mehr in tadellosem Zustand befanden, so hätten sie doch als typisches Vorstadtsviertel unbedingt erhalten werden müssen. Bei der Festlegung der Grenzen der GAEG-Schutzzone III wurde hier der oben genannt Charakter und seine sozialgeschichtliche Bedeutung erkannt. Leider hat die ASVK im Zuge des Bebauungsplan-Verfahrens 2010 in einem Gutachten die Bauten als "Fremdkörper" bezeichnet und ihrem Abbruch zugestimmt. Als erstes sind bereits 2012 die beiden Häuser Körösistraße 30 und Körösistraße 32 der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Beim Abbruch des Hauses Körösistraße 32 wurde auch die Trennmauer zum Haus Körösistraße 34 demoliert, wodurch jetzt der bisher gedeckte Zugang wegfiel; es wurde ein provisorischer Bauzaun aufgerichtet. Das Haus Nr. 34 harrt jetzt einem ungewissen Schicksal, es wird wohl damit spekuliert, dass es gemeinsam mit der "Körösistubn", Körösistraße 36 bald ebenfalls Neubauten weichen wird. Laukhardt 14:02, 23. Mai 2012 (CEST)

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