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Petersgasse 12

Österreich » Steiermark » Graz » 8010

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47° 3' 56", 15° 27' 11"


Ehem. Schörglhof bzw. Verpflegsmagazin

Nach meinen Forschungen ist der Schörckhlhof (auch Gallerhof) vermutlich schon am 10. 1.1477 genannt: Hanns von Saurau überläßt als Verweser und Vormund der "horneker stifft deß Spittals der bettfrauen etwan zu gräz bey den frauen kloster gelegen dem Peter Breüner (Prawner) .. ein hoff, genant an buckl (Puchl) enthalben deß Gräzbach mit rain umbfangen vnd mit bitmarken außgezaigt" gegen einen Jahreszins von zwei Pfund Pfennig. Pirchegger sagt dazu in seinem Häuserbuch: Den Abschluß der alten Schörgelgasse bildete, wie erwähnt, das ehemalige k. k. Militär-Verpflegsmagazin No. 36 (Schörgelgasse 36), ein seltsam unregelmäßig vorspringendes Gebäude. Als die Galler am 30. Juni 1601 ihren Besitz teilten, fiel dem Georg der "Gallerhof" vor dem Eisentore" zu (24 lb. 3 ß 12 d Gült, 5000 fl. Wert). Er verkaufte ihn 1603 dem erzherzoglichen Leibarzt Gisbert Voß, der den Hof "Vossenburg" nannte u. ihn am 24.VII.1623 der Apothekerswitwe Katharine Schörckl veräußerte. 1675 kam er an den Buchhalter Wunder u. 1686 an Graf Georg Adam v. Lengheimb; damals hieß er "Gült Vossenburg oder Schörglhof" und wurde nachher so wie der Venushof ein Kaufrecht zur Herrschaft Messendorf. Am 18. August 1770 kaufte ihn das Militär-Ärar um 4000 fl., zwei Tagwerke Baufeld dazu um 500 fl., doch ohne Untertanen. Das als "Verpflegsmagazin" bekannte Bauwerk wurde im 2. Weltkrieg schwer getroffen. Doch am Felix-Dahn-Platz waren noch die Reste des "Schörglhofes" mit seinen Stückmauern zu sehen. Erst durch den Neubau der Institute für Biochemie und Biotechnologie der TU-Graz, 1991 durch die Architekten Karla Kowalski und Michael Szyszkowitz realisiert, verschwanden die letzten Spuren des alten Ansitzes.

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